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Uwe Heiderich-Willmer

heiderich-willmer.de
Freitag, 20. Oktober 2000 | Thema: Edewecht ..., Verkehr

Tempo 30 in allen Nebenstraßen

In einem Antrag an den Edewechter Rat beantragen die GRÜNEN, flächendeckend mit Tempo-30-Zonen zu versehen. Ausgenommen davon wollen sie nur die Kreis-, Landes-, und Bundesstraßen, sowie die Straßen in den Industriegebieten und Straßen ohne durchgehende Bebauung sehen. Die GRÜNEN berufen sich dabei auf den Verkehrsentwicklungsplan, der in seinen Handlungskonzepten u.a. eine flächendeckende Einführung von Tempo-30-Zonen vorsieht. „Dass das Verkehrsentwicklungskonzept damit das Sicherheitsbedürfnis der Bürger/innen trifft, beweisen die zahlreichen Anträge von Anwohner/innen, “ erläutert Uwe Heiderich-Willmer von den GRÜNEN. Leider würden diese Anträge oftmals auch mit dem Kostenargument abgelehnt.

Nach der Novelle der Straßenverkehrsordnung, die zu Beginn des nächsten Jahres in Kraft tritt, ist die Einführung von verkehrsberuhigten Zonen auch ohne großen finanziellen Aufwand möglich. Künftig sind keine teuren baulichen Maßnahmen zur Bildung eines Zonen-Bewusstseins mehr vorgeschrieben. „Nach einer einheitliche, flächendeckenden Einführung von 30er-Zonen wird sich durch den Gewöhnungsprozess automatisch ein Zonen-Bewusstsein einstellen“, so Uwe Heiderich-Willmer. Ähnlich wie bei einer geschlossenen Ortschaft, wo jeder weis hier gilt 50 km/h, würde dann jede/r Autofahrer beim Verlassen einer Hauptstraße mit einer Tempo-30-Zone rechnen. „Eine gewisse bewusstseinsbildende Öffentlichkeitsarbeit durch die Gemeinde ist hierzu allerdings auch notwendig“, fordert Uwe Heiderich-Willmer.

Für die GRÜNEN ist das flächendeckende Tempo-30 ein wichtiger Beitrag zur Verkehrssicherheit. Bestätigt sehen sie sich durch den Deutschen Städtetag, nach dessen Schätzung könnte die Zahl von jährlich fast 400 tödlich verunglückten Kindern, bei strikten Einhalten von Tempo 30 halbiert werden. „Kein Wunder, wenn ein PKW plötzlich bremsen muss, steht er bei Tempo 30 bereits nach 13,5 m, bei Tempo 50 würde er an dieser Stelle noch 45 km/h fahren,“ erklärt Uwe Heiderich-Willmer. Zudem reduziert sich der Lärm auf die Hälfte und steigert damit die Wohnqualität entscheidend. „Es spricht also alles dafür, wir würden vor allem unseren Kindern mit der flächendeckenden Verkehrsberuhigung einen großen Gefallen tun,“ ist Uwe Heiderich-Willmer überzeugt.

(Lesen Sie dazu auch den ausführlichen Antragstext)

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