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Uwe Heiderich-Willmer

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Aktuelles zum Thema:

Klimaschutz und Erneuerbare Energie in Edewecht

Als Planungs- und Genehmigungsinstanz, als Grundstückseigentümer, Energieverbraucher und nicht zuletzt als Vorbild spielen die Kommunen eine entscheidende Rolle beim . Sie haben maßgeblichen Einfluss auf die Energieversorgung und Verbrauch. Ohne auf kommunaler Ebene ist das Erreichen der Klimaschutzziele kaum möglich.
In diesem Sinne ist es unser Ziel Edewecht in absehbarer Zukunft zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen zu versorgen. Einige Schritte in diese Richtung sind in der jüngsten Vergangenheit bereits gemacht worden. Edewecht als Gemeinde ist inzwischen, wenn auch noch in kleinem Rahmen, selbst Stromproduzent geworden. Die Gemeinde ist an der Solargenossenschaft beteiligt, die bereits über zahlreiche Fotovoltaikanlagen verfügt, mit zwei Blockheizkraftwerken wird neben Wärme für Gebäude auch Strom produziert, der in das öffentliche Netz eingespeist wird.

Windkraftanlagen "Hübscher Berg" Westerscheps

Windkraftanlagen „Hübscher Berg“ Westerscheps

Nachdem nun durch die dreißigjährige Grüne Beharrlichkeit der Atomausstieg beschlossen wurde, sind die Signale noch deutlicher für die erneuerbaren Energien gestellt. Eine Herausforderung, der sich die Gemeinde stellen muss. 95% der deutschen Bevölkerung unterstützen grundsätzlich den verstärkten Ausbau der regenerativen Energien. Leider knickt diese Unterstützung oftmals dann ein, wenn beispielsweise Windkraftanlagen in direkter Nachbarschaft geplant werden. Der Grund dieser Vorbehalte sind dann in der Regel eine mangelnde Beteiligung und Information über die geplanten Projekte. Rechtssicherheit bietet das immissionsschutzrechtliche Verfahren, das klar Abstände zu Wohnbebauungen, den Schutz vor Schall und Schattenwurf regelt. Wichtig ist es daher im Vorfeld umfassend zu informieren und die Vorbehalte der BürgerInnen ernst zu nehmen.
Noch besser ist es mit ihnen gemeinsam den Ausbau regenerativer Energien zu planen und sie am Gewinn dieser Anlagen teilhaben zu lassen. Bürgerwindparks, Bürgersolaranlagen zum Beispiel können von Vereinen oder Genossenschaften betrieben werden. Es gibt bundesweit genügend Beispiele, an denen man sich orientieren kann. Die Gemeinde kann hier mit Hilfe ihrer Verwaltungs-Ressource Anschubhilfe leisten.
Auch in der Bauleitplanung muss der Gedanke des Klimaschutzes und der erneuerbaren Energiezukunft Raum bekommen. Verdichtete Bebauung erhöht die Möglichkeiten gemeinsamer klimaschonender Energieversorgung, beispielweise mit Blockheizkraftwerken oder eine Fernwärmeversorgung durch . Eine Solarsatzung kann zum Betreiben einer Fotovoltaikanlage auf jedem Neubau verpflichten. Eine Verpflichtung die sich sogar amortisiert.
Für die Bioenergie (Biogaserzeugung) fordern wir, dass die Gemeinde gemeinsam mit dem Landkreis eine Biogasanlage als Pilotprojekt errichtet, die ausschließlich mit Abfall, wie privaten und Kommunalen Grünschnitt betrieben wird.
Es gibt unzählige Möglichkeiten auf kommunaler Ebene für Klimaschutz und erneuerbare Energie einzutreten, ich werde mich auch weiterhin dafür einsetzen.

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