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Uwe Heiderich-Willmer

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Mobilität

Buslinien intelligent verknüpfen

374, 375, 380, 381, 382, 383, 384, 385, 386, 387, 388, 389, 397, 399, 910, N35, N34 Sie fragen sich sicherlich was diese Zahlen mit Mobilität zu tun haben. Es sind die Buslinien, die in, von und nach Edewecht betrieben werden. Nun könnte man denken, Edewecht ist ja sehr gut mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln versorgt. Fehlanzeige, denn die überwiegende Zahl

Haltestelle Gymnasium Edewecht

Haltestelle Gymnasium Edewecht

der Linien sind Schulbuslinien, die sich an Schulzeiten orientieren und die in den Ferien gar nicht bedient werden, und somit für den „Normalfahrgast“ in der Regel unbrauchbar sind. Sie sind also für ein modernes -Netz nicht zielführend. Wer von Husbäke in die Kreisstadt Westerstede mit dem fahren möchte, der muss 1,5 bis 2 Stunden Fahr- und Wartezeiten ein kalkulieren, von Jeddeloh II oder Friedrichsfehn nach Westerstede muss man mit unter den Umweg über Oldenburg in Kauf nehmen. Ursache ist die fehlende Verknüpfung der einzelnen Linien, der Anschluss ist Glücksache. Das gilt auch für Fahrten nach Oldenburg. Es ist dringend notwendig die bereits vorhandenen Buslinien intelligent miteinander zu verknüpfen, die Fahrten an den Wochenenden und den Abendstunden auszuweiten, so dass z.B. auch ein Kinobesuch in Oldenburg mit dem möglich ist. Für die Randbereiche von denen

Am Gymnasium wäre genug Platz für einen kleinen ZOB

Am Gymnasium wäre genug Platz für einen kleinen ZOB

aus die Wege zu den Bushaltestellen zu weit sind bietet sich an das Bürger- oder Anrufbussystem als Zubringer einzuführen. An zentraler Stelle in Edewecht sollte für die Übergänge ein kleiner Busbahnhof  z. B. am Gymnasium eingerichtet oder bei der Umgestaltung des Marktplatzes berücksichtigt werden.

unmotorisierte Mobilität stärken

Mobilität heißt aber auch sich gefahrlos unmotorisiert auf gut ausgebauten Rad- und Fußwegen, oder in verkehrsberuhigten Bereichen bewegen zu können. Auf der Hauptstraße zwischen Rathaus und Holljestraße beispielsweise existiert noch immer ein Nadelöhr, durch das Radfahrer und Fußgänger sich gemeinsam hindurchzwängen müssen. Dabei kommt es immer wieder zu unangenehmen und gefährlichen Situationen. Intelligente Verkehrsplanung und gemeinsames Bewirtschaften der öffentlichen und privaten Parkplatzflächen würde hier mehr Raum schaffen und wären damit ein echter Gewinn für Radfahrer, Fußgänger und die Edewechter Geschäftswelt. Ein Prinzip das in der gesamten Gemeinde das Fahrradfahren attraktiver machen würde. Der selbstverständliche Vorrang für die motorisierte Mobilität muss überwunden werden.

Rush-hour auf der Friedrichsfehner Straße

Rush-hour auf der Friedrichsfehner Straße


Verkehrskonzepte entwickeln

Die Verkehrsprobleme sind nur auf der Basis von stichhaltigen Daten zu lösen, daher ist es für Friedrichsfehn dringend notwendig ein Verkehrskonzept zu erarbeiten und das vor Jahren erstellte Verkehrskonzept für Edewecht zu aktualisieren. Dabei darf der Focus nicht allein auf den Autoverkehr gerichtet sein, auch die Situation der Radfahrer/innen, Fußgänger/innen muss mit einfließen und das Augenmerk Barrierefreiheit sollte selbstverständlich sein. Diese Verkehrskonzepte konsequent umgesetzt bieten die Chance die Mobilität und Aufenthaltsqualität in den Orten wesentlich zu verbessern.

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