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Uwe Heiderich-Willmer

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Natur- und Umwelt – Landschaftsplan

Blick auf den Tonkuhlen See in Edewecht

Blick auf den Tonkuhlen See in Edewecht

Weltweit gelten fast zwei Drittel aller Ökosysteme und zahlreiche Tier- und Pflanzenarten als gefährdet. Die biologische Vielfalt unserer Erde ist dadurch akut bedroht, auch in Deutschland selbst sind über 70% der Lebensräume bedroht.

Den Städten und Gemeinden kommt bei der Erhaltung der Natur und Umwelt eine wesentliche Rolle zu, sind doch zahlreiche tägliche Entscheidungen in der Kommunalpolitik für den Natur-, Lebensraum- und Artenschutz von großer Relevanz. Vom Thema Innenentwicklung als Instrument des Freiraumschutzes, über die ökologische Bewirtschaftung und Pflege von Grünflächen, Äckern und Wäldern bis hin zur Ausweisung von Natur- und Landschaftsschutzgebieten oder Maßnahmen zum reicht die Palette der Aktivitäten von Gemeinden und Landkreisen, mit denen unsere Natur und Umwelt und damit die erhalten und verbessert werden kann.

Auch wenn im Juni 2011 die Gemeinde Edewecht durch eine Initiative der Grünen Fraktion die Deklaration “Biologische Vielfalt in

Roter Steinweg See hier hatte die Natur das Nachsehen

Roter Steinweg See hier hatte die Natur das Nachsehen

Kommunen” und den Beitritt zum “Bündnis für biologische Vielfalt” beschloss, ist dies leider noch nicht bis in das tiefe Bewußsein aller Beteiligten vorgrdrungen. Da passiert es trotzdem, dass Sandwege geschottert werden, der Grünschnitt an unseren Wegen und Plätzen zu Rodungen ausartet. Neue Wohnbegiete werden auf „Teufel komm raus“ bis knapp vor Waldränder geplant. Dem Naturraum, der für Mensch und Tier die Lebensgrundlage bietet, wird damit langsam aber sicher die Luft abgeschnürt.

Edewecht braucht also dringend einen Landschaftsplan, der als ökologische Grundlage für die Entwicklung des Flächennutzungsplan und der Bauleitplanung dient. Im § 11 des Bundesnaturschutzgesetzes wird der Landschaftsplan rechtlich geregelt, er legt, orientiert an den Zielen und Grundsätzen des Naturschutzes und der Landschaftspflege (§ 1 und 2 BNatSchG), die konkreten räumlichen und inhaltlichen Erfordernisse und die daraus abzuleitenden Maßnahmen für die gemeindliche Planung fest. Er bestimmt somit einen ökologischen Handlungsrahmen für die beabsichtigte Siedlungsentwicklung, die unbebaute Feldflur sowie die Wald- und Naturschutzflächen.

Der Flächenfrass, der sich allein daran orientiert wo günstige Flächen zum Verkauf anstehen, muss ein Ende haben.

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