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Uwe Heiderich-Willmer

heiderich-willmer.de
Freitag, 12. Dezember 2008 | Thema: Umwelt - Natur, Vehnemoor

Die Verordnung über das Naturschutzgebiet „Vehnemoor“ ist rechtskräftig

Über Jahrzehnte wurde über die Genehmigungen zum und die anschließende Renaturierung im zum Teil auch gerichtlich gestritten. 1981 wurde dann schließlich das in das Moorschutzprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen, mit dem Ziel die seinerzeit 3310 ha Torfabbauflächen nach Beendigung des Torfabbaus zu regenerieren. Leider wurde das in den Folgejahren nicht sonderlich konsequent umgesetzt.

1991 wurden schließlich drei kleine Teilflächen des Vehnemoores unter Naturschutz gestellt, die Naturschutzgebiete (NSG) „Vehnemoor-West“, „Vehnemoor-Dustmeer“ und „Vehnemoor-Jordanshof“. Die beiden letzteren sind inzwischen im Zuge der Ausweisung des neuen NSG „Vehnemoor“ aufgelöst und Bestandteil des neuen NSG geworden. Lange Jahre blieb es jedoch unklar ob eine Renaturierung auf den restlichen Flächen des Vehnemoores nach dem Torfabbau stattfinden wird. Die „Interessengemeinschaft zur Rettung des Vehnemoores“ gründet sich und kämpft in enger Zusammenarbeit mit den Grünen in und im Landkreis Cloppenburg für den Erhalt eines großen zusammenhängenden Moorgebietes.

Auf unermüdliches Drängen vieler Moorschutzinitiativen wird 1994 ein Moorschutzgebietssystem zwischen Oldenburg und Papenburg als Vorranggebiet für Natur und Landschaft in das Regionale Raumordnungsprogramm aufgenommen, um die abgetorften Flächen im Sinne des Moorschutzprogrammes zu sichern. Leider sind zu diesem Zeitpunkt schon viele Flächen unwiederbringlich verloren.

Im Jahre 2001 legt die Bezirksregierung Weser-Ems einen Vorentwurf für eine Verordnung über das vor. Nachdem die Bezirksregierungen 2006 aufgelöst wurden, glaubte kaum noch einer an die Umsetzung des Naturschutzgebietes. Um so mehr freuen sich jetzt alle die für dieses gekämpft haben, dass das woran kaum noch einer geglaubt hat, Wirklichkeit geworden ist: Große Teile des Vehnemoores werden nun mach dem Ende des Torfabbaus renaturiert. „Nach all den Jahren, es sind jetzt 20, mit all den kleinen Fortschritten und den großen Enttäuschungen, müssen wir uns erst die Augen reiben, bis wir wirklich glauben können, was wir da lesen. Das Vehnemoor ist ! Unser großes Ziel ist erreicht! Nach dem Zeitalter der menschlichen Nutzung, gewinnt im Vehnemoor jetzt wieder die Natur die Oberhand. Wir sind sehr gespannt, wie diese Rückeroberung voranschreiten wird. Wir werden diesen Prozess beobachten und begleiten“, kommentiert Hergen Erhardt Vorstandsmitglied der Edewechter Grünen und Mitstreiter der „Initiative zu Rettung des Vehnemoores“ diese gute Nachricht für den Naturschutz. „Wir freuen uns, dass sich die Natur durch das langjährige, unermüdliche Engagement vieler Naturschützer, durchsetzen konnte, dies ist ein großer Gewinn für Natur und Landschaft“, erklärt Uwe Heiderich-Willmer, Fraktionssprecher der Grünen im Edewechter Rat. „Und auf die noch vorhanden Begehrlichkeiten von Maisbauern und Elchzüchtern werden wir auch weiterhin ein waches Auge haben und und uns weiterhin schützend vor das Moor stellen“, so Heiderich-Willmer weiter.

Die Verordnung im Einzelnen könne Sie hier nachlesen: http://www.nlwkn.niedersachsen.de/servlets/download?C=52886334&L=20

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