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Uwe Heiderich-Willmer

heiderich-willmer.de
Dienstag, 09. September 2008 | Thema: Umwelt - Natur

Investor Decker, der Elefant im Biotop

Der Investor am Roten Steinweg See, Kreistagsmitglied und Ratsherr in Rastede, Matthias Decker beweist bei der Umsetzung seines Bauvorhabens am Roten Steinweg See wenig Feingefühl. Trotz seiner Beteuerungen, er würde das Projekt nun zum Wohle und Vorteil der Gemeinde umsetzen, sorgt er nun wieder für großen Unmut und viel Diskussionsstoff in der Gerüchteküche der Gemeinde. Sein vorzeitiges Beginnen mit Rodungsmaßnamen kann man aus rechtlicher Sicht nicht beanstanden, es ist durch ein

Schlösser wird es hier bald noch einige mehr geben

Schlösser wird es hier bald noch einige mehr geben

übliches und durch Rechtsprechung abgesichertes Verfahren, mit dem der Landkreis in einem fortgeschrittenem Bauleitplanungsverfahren den in Bälde in Kraft tretenden Plänen eine Rechtswirksamkeit zumisst, legitimiert. Dieses erlaubt in der Tat vor in Kraft treten der Pläne bauvorbereitenden Maßnahmen durchzuführen. Ob dieses Vorgehen im Zusammenhang mit der Diskussion um das geplante Baugebiet geschickt war, steht auf einem anderen Blatt.

Ein schneller Baubeginn schien dem Investor da wichtiger gewesen zu sein. Dumm dass da noch ein geschütztes Biotop im Weg war, das laut Ausnahmegenehmigung erst ab dem 1. November 2008 umgesetzt werden durfte. Das Bußgeld nimmt Herr Decker anscheinend in Kauf, böse Zungen mögen behaupten, das war schon in der Kostenkalkulation mit eingeplant. Aber darüber kann man nur spekulieren. Tatsache hingegen ist, das Biotop wurde zwei Monate zu früh ausgegraben und gut war es, dass wache Augen aus der Bevölkerung dies an die Öffentlichkeit brachten. Herrn Deckers Pokerspiel ist an dieser Stelle nicht aufgegangen und er benimmt sich nun wie ein schlechter Verlierer, dem leider

Die Natur hat das Nachsehen, Geld ist mächtiger

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nichts Besseres einfällt, als der Bürgerinitiative gleichfalls mit Klage zu drohen. „Es fördert nicht gerade das Vertrauen in eine ordnungsgemäße Abwicklung, wir werden künftig noch genauer schauen müssen was am Roten Steinweg passiert“, betont der Fraktionssprecher der Grünen im Edewechter Rat Uwe Heiderich-Willmer.

Um der Sachlichkeit zu dienen, ist es an dieser Stelle wichtig zu sagen, dass das Biotop nicht zerstört wurde, sondern wie vorgesehen umgesetzt wurde, nur eben zwei Monate zu früh mit dem Risiko, dass es nicht vollständig anwächst. In diesem Falle hätte Herr Decker Ersatz zu leisten. „Die Antwort auf die Frage der UWG, die in der NWZ vom 13.09.08 danach fragte, wer diese ‚Zerstörungsmaßnahmen‘ erlaubte ist indes ganz einfach, “ erklärt Heiderich-Willmer, „es war die politische Mehrheit aus SPD und CDU im Rat der Gemeinde Edewecht die dies erlaubte.“ Denn ohne deren Zustimmung wäre uns der schmerzhafte Blick in eine nun sehr kahle Landschaft erspart geblieben. Durch die momentanen Geschehnisse am Roten Steinweg See sehen sich die Grünen in ihrer ablehnenden Haltung gegenüber dem Bauvorhaben bestätigt.

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