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Uwe Heiderich-Willmer

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Mittwoch, 02. Dezember 2020 | Thema: Edewecht ..., Klimaschutz, Umwelt - Natur

Kommunen für biologische Vielfalt mit neuer Spitze!

Im Jahre 2010 ist die Gemeinde Edewecht auf Antrag der GRÜNEN als assoziiertes Mitglied dem „Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt“ beigetreten. Das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ setzt sich für die Erhaltung und die Schaffung von Naturräumen im unmittelbaren Lebensumfeld der Menschen ein.

Natürliche und juristische Personen, die die Ziele des Vereins unterstützen, können assoziierte Mitglieder werden. Sie erhalten dadurch Teilnahme- und Informationsrechte an den Aktivitäten des Vereins, haben aber kein Stimmrecht in der Mitgliederversammlung. Ein logischer weiterer Schritt war in indes nun endlich die Mitgliedschaft im „Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt“ auf eine Vollmitgliedschaft zu erweitern und im Rahmen des Bündnisses den Schutz der biologischen Vielfalt konsequent innerhalb und außerhalb der Gemeinde zu verfolgen. Im Mai 2019 hat die Edewechter Ratsfraktion der GRÜNEN schließlich beantragt, dass die Gemeinde Edewecht ihre assoziierten Mitgliedschaft auf eine Vollmitgliedschaft erweitert. Dies fand eine einstimmige Zustimmung im Edewechter Rat.

Auf einer erstmals online stattfindenden Mitgliederversammlung, an der auch erstmals die Gemeinde Edewecht, vertreten durch das Ratsmitglied Uwe Heiderich-Willmer, teilnehmen konnte,  wurde mit Oberbürgermeister Gerold Rechle aus Laupheim ein neuer Vorsitzender des Vorstands gewählt.

Zum eingetragenen Verein „Kommunen für biologische Vielfalt“ mit Sitz in Radolfzell am Bodensee zählen inzwischen 274 Städte, Gemeinden und Landkreise. Alle Mitglieder haben eine Deklaration unterzeichnet, in der sie sich verpflichten, sich für die biologische Vielfalt in ihrer Kommune einzusetzen. Neben vielen kleinen Gemeinden sind auch zahlreiche Großstädte vertreten, in diesem Jahr kam die Bundehauptstadt Berlin dazu.

Auf der erstmals online veranstalteten Mitgliederversammlung Ende November wurde Waltraud Blarr, Beigeordnete aus Neustadt an der Weinstraße zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Verabschiedet wurden Jörg Sibbel, Bürgermeister von Eckernförde, der die letzten beiden Jahre den Vorsitz des Vereins innehatte sowie Anja Ritschel, Umweltdezernentin aus Bielefeld und Heino Kamieth, Bereichsleiter aus Hannover, die beide seit der Gründung des Bündnisses im Vorstand vertreten waren.

Neu an die Spitze des Vereins wurde nun Oberbürgermeister Gerold Rechle von den über 100 Teilnehmenden gewählt. Sein Anliegen ist es, dass die Zahl der Mitglieder noch weiterwächst: „Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass unsere Kommunen artenreicher und blütenreicher werden. Wir stärken damit nicht nur die Natur, sondern wir sorgen für eine bessere Lebensqualität in Städten, Gemeinden und Landkreisen. Unsere Vision sind grüne Kommunen als hochwertiger Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen.“

Das Bündnis begann 2012 seine Arbeit mit 63 Gründungsmitgliedern. In der Amtszeit von Bürgermeister Jörg Sibbel ist die Zahl der Mitglieder massiv angestiegen. Die vielen neuen Mitglieder sind ein positives Signal für den Artenerhalt in einer Zeit, in der die vieler Pflanzen und Tiere in Deutschland stark zurückgegangen sind: Zahlreichen Vögeln fehlen die Nahrungsquellen und Lebensräumen in unserer ausgeräumten Landschaft und sterilen Gärten. Wildbienen und andere Insekten fehlen als wichtige Bestäuber für Obst und viele Gemüsesorten. Dem setzen die „Kommunen für biologische Vielfalt“ zahlreiche Maßnahmen entgegen: extensive blütenreiche Wiesen werden angelegt, Hecken gepflanzt, Gewässer renaturiert und gezielt seltene Tier- und Pflanzenarten geschützt. Wichtig ist auch die Umweltbildung, damit vor allem Kinder die Natur kennen und schätzen lernen.

Vor allem in Großstädten ist auch die soziale Komponente beim Schutz der biologischen Vielfalt von hoher Bedeutung. Erfahrungen in der Natur sind wichtig für Kinder in ihrer Entwicklung und um gesund aufzuwachsen. Erwachsene nutzen ansprechende Grünräume für Bewegung und Erholung vom Alltag, am besten direkt vor der Haustür. Vielfältige Naturräume sind auch wesentlich widerstandsfähiger für die Herausforderungen des Klimawandels.

Auf der Internetseite des Bündnisses finden sich zahlreiche Praxisbeispiele, wie Kommunen die biologische Vielfalt fördern können: www.kommbio.de. Um die Kommunen bei der Pflege der innerstädtischen Grünräume zu unterstützen, vergibt das Bündnis das Label „StadtGrün naturnah“: www.stadtgruen-naturnah.de. Im bundesweiten Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ konnten durch eine Bundesförderung in der letzten Woche 40 Mal 25.000 € als Preisgeld für die Umsetzung von Projektideen zum Schutz von Insekten im Siedlungsbereich und zur Förderung von Stadtnatur vergeben werden. Mehr dazu unter www.wettbewerb-naturstadt.de

Der neu gewählte Vorstand:

Vorsitzender: Gerold Rechle, Große Kreisstadt Laupheim, Oberbürgermeister
Stellvertretender Vorsitzende: Waltraud Blarr, Stadt Neustadt an der Weinstraße,

       Dezernat III, Beigeordnete

Schatzmeister: Volker Rothenburger, Stadt Frankfurt am Main,

       Leiter Untere Naturschutzbehörde
Schriftführer: Dr. Tillmann Stottele, Stadt Friedrichshafen, Leiter Abteilung Natur und Umwelt
Weitere Vorstandsmitglieder:

Katrin Anders, Stadt Wernigerode, Projektmanagerin im Büro des Oberbürgermeisters

Thomas Brandes, Flecken Bovenden, Bürgermeister

Ekkehard Fauth, Gemeinde Aidlingen, Bürgermeister

Sabine Lachenicht, Stadt Heidelberg,

Leiterin Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie

Bernd-Ulrich Netz, Leiter der Naturschutzabteilung, Stadt Hamburg

Anette Vedder, Stadt Augsburg, Leiterin Amt für Grünordnung,

Naturschutz und Friedhofswesen mit Unterer Naturschutzbehörde

Eine Liste mit allen Mitgliedern finden Sie hier:

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