Blogabout

Uwe Heiderich-Willmer

heiderich-willmer.de
Sonntag, 26. Januar 2020 | Thema: Edewecht ..., Verkehr

Sperrung des Bachmannwegs ist widersprüchlich

Die NWZ berichtete am 24.01.20: „Autofahrer ignorieren Sperrung“, mich wundert das nicht. Die Sperrung ist widersprüchlich und unsinnig!

Seit Anfang Dezember 2019 ist der Bachmannsweg in -Husbäke gesperrt. Die zunächst bis zum 20.12.19 angekündigte Sperrung wurde nun bis Ende Mai verlängert. jetzt könnte man sich darüber streiten, ob die Vorplanungen gründlich genug waren, wenn aus einer einmonatigen Sperrung, eine halbjährliche wird. Aber das sein mal dahingestellt, das werden die zuständigen Experten zu beantworten haben.

Bachmannsweg, Durchfahrt verboten wegen fehlender Markierungen, wer trotzdem fährt darf nur 50 und nicht überholen!? Bild U. Heiderich-Willmer

Was aber jetzt schon klar zu kritisieren ist, ist das bürgerferne widersprüchliche Verwaltungshandeln. Denn das in Rede stehende Stück gesperrte Straße ist genauso wenig fertig wie der freigegeben Teil des Bachmannsweg von der Hauptstraße bis zur Industriestraße oder der Scharreler Damm vom Schafdamm bis zur Bundesstraße. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen, das versteht kein Mensch.

Während für den Scharrel Damm der Hinweis mit zwei Schilder auf die fehlende Markierung ausreichte, sonstige Einschränkungen wurden nicht angeordnet, hält man das Befahren des Bachmannswegs im gleichen Baustadium mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf 50 km/h inklusivem für zu gefährlich. Wobei man sich fragen muss, warum wird so etwas für eine eh gesperrte Straße überhaupt angeordnet?

Eine Erklärung der zuständigen Leiterin des Straßenverkehrsamtes beim Landkreis Ammerland, Ingrid Meiners, warum nun das Befahren des Bachmannswegs ohne Markierungen gefährlicher ist als das Befahren des Schafdamms ohne Markierung wäre hilfreich. Ohne diese Erklärung dürfte es wohl kaum zu erwarten sein, dass die Verkehrsteilnehmer*innen einsichtig sind.

Am Scharreler Damm: Einzig ein Hinweis auf die fehlende Markierung ist vorhanden, ansonsten gilt freie Fahrt ohne Einschränkungen. Bild: U. Heiderich-Willmer

Gleiches gilt für die widersprüchliche Aussage des Leiters des Einsatz- und Streifendienst bei der Polizei Bad Zwischenahn, Ralf Becker: Hier drängt sich die Frage auf, warum die Schilder für Anlieger nicht gelten, aber für andere Verkehrsteilnehmer die „uneinsichtig“ die Straße Befahren es ein Bußgeld von 20 Euro kosten soll. Liegt es nun im Ermessen der Polizei wie die Straßenverkehrsordnung auszulegen ist? Denn in der Anlage 2 zu § 41 Absatz 1 der StVO steht als Erläuterung zum Zeichen 250 „Verbot für Fahrzeuge aller Art“! Wenn hier auf das Zusatzschild „Anlieger frei“ verzichtet wird, hat nach der StVO niemand durch zu fahren.

Wenn aber über die Presse der Bevölkerung mitgeteilt wird, dass man Anlieger für den Verkehrsverstoß nicht belangen wird, dass die Busse wieder die normale Linie abfahren, das man bewusst auf regelnde Zusatzschilder verzichtet, muss man sich nicht wundern, wenn die Verkehrsteilnehmer*innen sich auch ihre eigene Interpretation der StVO zurecht legen.

An dieser Stelle kann man den zuständigen Behörden nur anraten gleiche rechtliche Bedingungen für gleiche (Straßen-)Verhältnisse herzustellen. Das kann nur heißen entweder den Bachmannsweg zu öffnen bis weiter gebaut wird oder die Sperrung des Bachmannsweg von der Hauptstraße bis zur Bundesstraße und die Sperrung des Scharreler Damms vom Schafdamm bis zur Bundestraße!

 

ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.